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Gartenboden richtig pflegen – mit Kalk

Die meisten Pflanzen entwickeln sich gut in leicht sauren Böden mit einem pH-Wert zwischen 6 und 7, da sie hier die benötigten Nährstoffe optimal aufnehmen können.

Natürliche Abbauprozesse, saure Niederschläge und Auswaschung bewirken, dass der Säuregrad im Boden beständig und langsam absinkt. Bei niedrigerem pH-Wert sind die meisten Nährstoffe leichter löslich und stehen den Pflanzen dann in höherem Maße zur Verfügung. Gleichzeitig aber nimmt das Bodenleben ab. Dieses aber ist maßgeblich an der Herstellung einer Krümelstruktur im Boden beteiligt, so dass bei absinkendem pH-Wert die Krümelstruktur und damit die Bodengare sukzessive abnimmt. Abhilfe schafft ggf. eine Erhaltungskalkung alle 3-4 Jahre. Diese sollte aber nicht pauschal durchgeführt werden. Zum einen ist der Kalkbedarf abhängig von der Bodenart. So benötigen leichte Böden weniger Kalk als schwere Böden. Sande bieten bei einem pH-Wert von 5,5 günstige Kulturbedingungen, während ein schwerer Boden auch bei pH 6,5 bis 7 noch eine optimale Nährstoffversorgung der Pflanzen ermöglicht. Staunässe durch Bodenverdichtung oder den Einsatz saurer Düngemittel wie Ammoniumsulfat können ebenfalls zum Absinken des pH-Wertes im Boden beitragen. Eine Kalkung kann hier keine nennenswerte Bodenverbesserung bieten. Bevor Sie also im Frühjahr eine Kalkung durchführen, sollten Sie die Ursachen einer Versauerung bestimmen und den pH-Wert und Boden untersuchen lassen. Eine Routineuntersuchung alle 2-3 Jahre gibt gute Anhaltspunkte für die Entwicklung Ihres Bodens.

Der pH-Wert kann mithilfe eines einfachen Testsets ermittelt werden, das im Fachhandel erhältlich ist. Ein schneller Sichttest ist auch mit verdünnter Salzsäure aus der Apotheke möglich. Träufeln Sie verdünnte Salzsäure auf einen Esslöffel Boden aus ihrem Garten. Braust dieser mit starker Bläschenbildung auf, ist der Kalkgehalt hoch und liegt bei 7-8. Braust er gar nicht auf, ist der Boden sauer und der pH-Wert liegt unter 5,5. (vgl. S. 43, in: Das große Biogarten-Buch von Andrea Heistinger, Arche Noah, Verlag Eugen Ulmer, 2013)

Unabhängig von der Erhaltungskalkung kann die Kalkung zur Bodenverbesserung von schweren Böden eingesetzt werden. Kalk trägt zur Bildung einer Krümelstruktur bei, die eine bessere Durchlüftung und Wasserführung bewirkt. Für größere Bodenporen sorgt das Einbringen von Quarzsand, der zudem zusätzlich die Erwärmbarkeit des Bodens begünstigt. Kalkgaben sollten immer zeitversetzt zu stickstoffhaltiger Düngung erfolgen. Hierzu zählen auch Mist und Kompostgaben.

 

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