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Gartentelefon

Landschaftspflegeverband
„Mecklenburger Endmoräne“ e.V.
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17192 Neu Schloen

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Gärtnern ohne Torferde

Torf wird aus Mooren gewonnen, die zu den gefährdetsten Lebenräumen weltweit gehören.

Durch den Verzicht auf Torf im Garten trägt man zum Erhalt der wertvollen Naturlandschaften bei.

 

In Europa wurden bereits mehr als die Hälfte der ursprünglichen Moorlandschaften durch Trockenlegung vernichtet. Gründe dafür sind die Nutzung der Flächen für Land- und Forstwirtschaft sowie der Abbau von Torf als Rohstoff, z.B. für den Gartenbau. Werden Hochmoore einmal entwässert, sind sie für immer zerstört und eine Regeneration in absehbarer Zeit ist nicht möglich.

 

Torf ist von Natur aus sehr nährstoffarm und stark sauer. Aufgrund des geringen pH-Wertes wird er für die Herstellung von Moorbeetsubstraten (für Rhododendron, Azaleen,...) verwendet. Wegen seiner guten Wasserspeicherkapazität, dem hohen Luftvolumen sowie seiner Strukturstabilität wird Torf für Blumenerden zuerst mit Kalk neutralisiert und dann mit Nährstoffen aufgedüngt. Herkömmliche Blumenerden und Kultursubstrate bestehen meist zu 90 Prozent aus Hochmoortorf. Durch den Kauf torfhaltiger Produkte unterstützt man indirekt die Zerstörung der Moore.

 

Naturnahes Gärtnern beginnt bereits mit einer standortgerechten Pflanzenwahl. Säureliebende Pflanzen sind für die meisten Gartenböden völlig ungeeignet. Verzichten Sie daher bei einer Neupflanzung auf Rhododendron und andere Moorbeetpflanzen. Gibt es bereits säureliebende Pflanzen im Garten, kann der pH-Wert des Bodens auch durch Nadelstreu, Rindenhumus oder Kaffeesatz niedrig und somit die Erde sauer gehalten werden.

 

Kompost ist die Grundlage biologischen Gärtnerns und sollte in keinem Naturgarten fehlen. Aus reifer Komposterde (9-12 Monate alt) können Blumenerden sehr leicht selber gemacht werden. Für ihre Herstellung wird reifer Kompost mit Quarzsand und Gartenerde (z.B. Erde von Maulwurfshügeln) zu gleichen Teilen vermischt. Nimmt man mehr Anteile an Quarzsand als Kompost eignet sich diese Mischung auch für die Ansaat von Jungpflanzen. Anzuchterde muss besonders nährstoffarm sein, damit die zarten Wurzeln der Keimlinge nicht verbrennen. Statt der Anzuchttöpfe aus Presstorf können Eierkartons oder Klopapierrollen verwendet werden. Anzuchttöpfe lassen sich auch sehr einfach aus gerolltem Altpapier basteln. Die Pflanzen

können diese durchwurzeln und somit samt Töpfchen ins Beet gesetzt werden.

 

Beim Kauf einer Erde sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass diese keinen Torf enthält. Im Fachhandel gibt es bereits zahlreiche Erdmischungen, die frei von Torf sind. Materialien wie Holzfaser, Rindenhumus und Kompost dienen dabei als Ersatz. In entsprechender Zusammensetzung ergeben diese Stoffe eine hochqualitative Erde. Neben torffreien Substraten gibt es auch torfreduzierte. Diese enthalten jedoch noch einen Anteil an Torf. Will man auf Nummer sicher gehen und die genaue Zusammensetzung des Substrates wissen, so sollte das Kleingedruckte auf der Verpackung gelesen werden — die Angabe der Inhaltsstoffe gibt darüber Auskunft. Substrate, die keinen Torf enthalten sind häufig als solches - „Torffrei“ – auf ihrer Verpackung gekennzeichnet.

 

 

Der Garten ruft, rufen Sie zurück! Am Gartentelefon von Natur im Garten MV erhalten Sie viele weitere Tipps zur ökologischen Bewirtschaftung Ihres Gartens sowie die richtigen Antworten auf Ihre Gartenfragen! Hier können Sie sich auch für die Beratungen anmelden und die zahlreichen Publikationen von "Natur im Garten" bestellen. Unter 039934-899646 ist das Gartentelefon an jedem Montag von 13:00 bis 17:00 Uhr für Sie da!

 

 

(NiG, 12. KW 2017)

 

 

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